Ludwig-Windthorst-Stiftung

Der Name der Stiftung geht auf den ehemaligen führenden Zentrumspolitiker Ludwig-Windthorst (1812-1891) zurück, der besonders im Kulturkampf der bedeutendste Gegenspieler Bismarcks war. Windthorst wuchs in Osnabrück auf und vertrat über mehr als zwei Jahrzehnte als Abgeordneter des Wahlkreises Meppen das Emsland im Deutschen Reichstag.

Ein Hauptzweck der Stiftung ist es, die Verdienste Windthorsts um die Gestaltung der gesellschaftlichen und politischen Ordnung und um die Stärkung der christlich sozialen Bewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu würdigen. Vor allem sein Engagement als christlicher Politiker und sein unermüdliches Eintreten für benachteiligte Minderheiten und demokratische Rechte im Deutschen Reich sollen als Vorbild für die heutige Zeit lebendig gehalten werden.

Die Ludwig-Windthorst-Stiftung wurde als eingetragener Verein im Jahr 1982 durch den ehemaligen Leiter des Ludwig-Windthorst-Hauses in Lingen-Holthausen und späteren niedersächsischen Kultur- und Umweltminister Dr. Werner Remmers ins Leben gerufen. Am 15. Oktober 2005 wurde der eingetragene Verein in eine „ordentliche“ Stiftung nach dem Niedersächsischen Stiftungsgesetz umgewandelt.

Die Stiftung benennt in ihrer Satzung „die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur“ als ihre zentrale Aufgabe. Der Stiftungszweck soll erfüllt werden durch:

  • finanzielle Zuwendung an Personen und Einrichtungen, die der Förderung des Stiftungszwecks dienen
  • Vergabe von Stipendien und Auslobung von Preisgeldern
  • eigene Veranstaltungen und Forschungsvorhaben der Stiftung

Dies bedeutet konkret die Förderung der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Lebenswerkes von Ludwig Windthorst. Unter anderem wurde die umfangreiche Windthorst-Korrespondenz wissenschaftlich aufgearbeitet und einem breiten Publikum erschlossen.

Ein weiteres besonderes Anliegen besteht in der Förderung Jugendlicher und junger Erwachsener im „Ludwig-Windthorst-Arbeitskreis“. Hier treffen sich junge Menschen, die bereit sind, sich über Schule, Studium oder Beruf hinaus in Kirche, Politik und Gesellschaft im Geist Ludwig-Windthorsts zu engagieren. So werden Jugendliche und junge Erwachsene durch einen Stipendiatenkreis unterstützt, der sich regelmäßig zu selbst gewählten Jahresthemen trifft.